Something more about Enterprise 2.0

David Terrar

David Terrar

Hier noch ein Nachtrag zum Enterprise 2.0 Forum aus Köln. Schließlich wurden hier nicht nur Best Practices vorgestellt, sondern in der Keynote von David Terrar und im Vortrag zur Entmystifizierung des Werteversprechens von Enterprise 2.0 – gehalten von Dr. Frank Schönefeld – einige grundsätzliche Aussagen gemacht. Das für mich Interessanteste will ich euch natürlich auch nicht vorenthalten:

Jetzt erst mal ein paar Empfehlungen von David Terrar:
Throwing Sheep in the Boardroom

Meatball Sundae
Teamwork and Collaboration
– John T. Chambers von Cisco Systems erzählt
Seine Slides zum Vortrag

David Terrar ist sich sicher: Jeder Grund, eine interne Communty zu starten,  lohnt sich. Natürlich  muss  man trotzdem die Mitarbeiter motivieren, mit zu machen. Am Besten durch die Möglichkeit sich selber darzustellen, Hilfe zu bekommen, informiert zu sein, zu teilen, Anerkennung zu erhalten, die Energie zu spüren und natürlich muss die allgemeine Unternehmenskultur stimmen. Anreize sind hier wichtig – in eine interne Community werden die Mitarbeiter nicht von selbst eintreten wie beispielsweise bei Facebook. Man muss sich vielmehr in die Köpfe der Kollegen versetzen und den Nutzen für jeden Einzelnen herausarbeiten.

Jakob Nielsen's 1-9-90 rule

Jakob Nielsen's 1-9-90 rule

Trotzdem sollten Unternehmen nicht zu viel erwarten. Denn auch bei internen Communities gilt die 90/9/1 Regel: 1 % der User werden richtig mitwirken und Content erstellen, 9 % werden periodisch mitarbeiten und die restlichen 90 % werden nur konsumieren und selber keine Inhalte liefern. O-Ton: “Sharing gives you influence, some haven’t noiced yet.” Und immer bedenken, dass in einem Meeting auch der Großteil der Teilnehmer nur zuhört.

Auch David Terrar hat eine Erfolgsformel: SWITCH
Start with the end in mind
What’s in it for me
Intuitive and simple
Technology supporting not leading
Community Management
Help and resources

Bleibt abschließend zu sagen: Think big, start small and move fast! (Yeahhhh – ganz mein Motto *g)

Frank Schönefeld von T-Systems Multimedia Solutions wurde dann etwas esoterischer. Er wollte das Thema Web2.0 und Enterprise2.0 entmystifizieren. Seine Folien haben richtig Spaß gemacht. Hoffe, sie werden irgendwo mal veröffentlicht. Eine Zusammenfassung ist schwer – ich geb aber mein Bestes.

Dr. Frank Schönefeld, Prof. Dr. Joachim Niemeier (v. l.)

Dr. Frank Schönefeld, Prof. Dr. Joachim Niemeier (v. l.)

Verschiedene Mythen wabern rund um die Social Software Technologien. Notiert habe ich mir: “Dawn of emergent collaboration”,  “End of hierarchies”, “Shift of control”, “End-of-E-Mail” und “The rise of the digital natives”. Die Schwierigkeit hierbei sei, dass Mythen ein schlimmerer Feind der Wahrheit sind als Lügen – sie sind schwerer auszuräumen. Mythen erschöpfen sich allerdings, solange sie nicht durch reale Wertversprechen abgelöst und belegt werden. Und die gibt es – Enterprise 2.0 hat messbare und erreichbare Werteversprechen (hier gab es auch eine tolle Folie mit den Versprechen – die ich leider nicht habe :-( ).

Ich persönlich denke, jeder soll sich selbst ein Bild der aufkommenden Kommunikationsmöglichkeiten machen – ob intern oder extern. Augen aufmachen, neugierig sein, Kopf einschalten, auf den Bauch hören und einfach mal ausprobieren (hmm – wundert mich eigentlich, warum nicht mehr Frauen hier aktiv sind – das sind doch alles weibliche Stärken, oder?).

Besonders gut gefallen haben mir die Umschreibungen, die Frank Schönefeld für die einzelnen “Heinzelmännchen” des Web/ Enterprise 2.0 hatte:

- Wikis = Word mit Versionssicherung, Verlinkung und zentraler Ablage
- Social Networks = Selbstvermarktung mit Kontaktanbahnung
- Social Bookmarks = Wissen, was andere lesen
- Mashups = Wiederverwendung für Anfänger
- Feeds = Abonnierte Veränderungen
- Blogs = Tagebücher zum Mitschreiben
- Microblogging = SMS + Community

Mehr zu der Veranstaltung gibt es bei Kai Nehm! Und hier schreibt er noch was von Trollen, Gärtnern, Gnomen und Feen, die man in jedem Wiki findet – lesenswert!

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Eine Antwort zu Something more about Enterprise 2.0

  1. Frank Huber schreibt:

    Die 90/9/1 Regel kannte ich ja schon, aber die “Heinzelmännchen des Web” kannte ich noch nicht. Danke für die Aufklärung und den Beitrag!

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